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Das Burenfreikorps von Deutsch-Südwestafrika 1914-1915

  • ISBN Nummer:
  • 978-99916-40-93-8
  • Produkt Name:
  • Das Burenfreikorps von Deutsch-Südwestafrika 1914-1915
  • Autor:
  • Gordon McGregor
  • Informationen zum Buch:
  • Soft cover
    210 x 148 mm
    128 Seiten
    Viel schwarz/weiß wie auch Farbfotos
Kurzbeschreibung:
Dieses Buch handelt von der wenig bekannten Teilnahme des sogenannten südafrikanischen Freikorps’ auf Seiten der Deutschen bei Ausbruch des 1. Weltkrieges (1914 – 1918). Als unabhängig kämpfende Buren-Einheit innerhalb der deutschen Schutztruppe unterstützten sie die Buren-Rebellion in Südafrika. Ihr Ziel war das alte Ideal einer unabhängigen Buren-Republik in Südafrika. Das Buch schildert die Aktivitäten von der Aufstellung des Freikorps’ bis zur Auflösung.
  • Preis:
  • N$145.00
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Leseprobe

Leseprobe:
Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, am 2. August 1914, wandte sich der deutsche Gouverneur an Max Teinert und bat ihn, Kontakt zu Pieter de Wet aufzunehmen. Dieser solle über die Grenze nach Südafrika gehen, um Verbindung zu Lieutenant-Colonel Maritz aufzunehmen. Max Teinert und Pieter de Wet reisten an die Grenze. Während Max Teinert auf der deutschen Seite wartete, überquerte Pieter de Wet die Grenze bei Stolzenfels. Es wurde abgesprochen, dass Pieter de Wet die Grenze mit einem Dokument, unterzeichnet von Hauptmann Beyer, überqueren dürfe, weil ihm als britischem Staatsbürger bei Kriegsausbruch in Europa ein Verbleib in Deutsch-Südwestafrika nicht gestattet sei. Durch dieses Dokument wurde ihm ein Aufenthalt auf südafrikanischem Territorium erlaubt und er ging nach Kakamas, wo er sich mit Kommandant Albert Stadler und Piet Joubert im Haus von Stadler traf. Am 23. August kam Lieutenant-Colonel Maritz in diesem Haus an. Er berichtete von einem Treffen, welches in Pretoria mit den verschiedenen Kommandeuren der UDF stattgefunden hatte und bei dem die meisten der anwesenden Offiziere sich gegen eine Invasion von Deutsch-Südwestafrika ausgesprochen hätten. Die Invasion würde auch im südafrikanischen Parlament zum Thema werden, und er war davon überzeugt, dass die südafrikanische Regierung einer Invasion von Deutsch-Südwestafrika zustimmen würde, während er sich der Regierung in dieser Angelegenheit widersetzen würde. Lieutenant-Colonel Maritz erbat von den Deutschen Unterstützung in Form von Artillerie, Munition und Proviant. Im Laufe dieses Treffens sagte Lieutenant-Colonel Maritz zu Pieter de Wet, dass er es gerne sähe, wenn der Gouverneur der deutschen Kolonie General Beyers treffen und sprechen würde, der nichts von einer militärischen Aktion gegen die Deutschen hielte. Der Grund für dieses Treffen war, wie Lieutenant-Colonel Maritz erklärte: „Wir wollen nicht aus einer ungeklärten Position heraus kämpfen. Falls wir kämpfen, dann möchte ich gern, dass Beyers und Seitz einander begegnen und dass ein ordentlicher Vertrag aufgestellt wird. Ich werde mich bemühen, dass Beyers das Lager besucht, welches ich gerade aufbaue, dann müssen Teinert oder du in Nakob sein. Sobald ich euch von Beyers Ankunft informiert habe, könnt ihr Dr. Seitz sofort benachrichtigen, so dass sie sich treffen können. Ich hoffe, dass Beyers zwischen dem 7. und 15. September hier sein wird.“
 
Nach dem Treffen berichtete Pieter de Wet, dass Max Teinert auf der anderen Seite der Grenze warte, worauf Lieutenant-Colonel Maritz den Wunsch äußerte, Pieter de Wet möge sofort zurückgehen, um von ihm eine Zusage bezüglich der Waffen und Gewehre zu erbitten. Pieter de Wet gab seine Zustimmung, machte Lieutenant-Colonel Maritz jedoch klar, dass er von der Polizei unbeobachtet den Fluss überqueren müsse. Lieutenant-Colonel Maritz versicherte Pieter de Wet, dass er ihn mit über die Grenze nehmen und die Sache mit der Polizei regeln würde. Als sie an der Grenze ankamen, waren die Polizisten nicht da; sie ermittelten in dem Liebenberg-Fall weiter unten am Fluss. Da nahm Lieutenant-Colonel Maritz selber das Boot und die beiden überquerten den Fluss nach Deutsch-Südwestafrika, wo Pieter de Wet Lieutenant-Colonel Maritz mit Feldwebel Hermann Samel bekannt machte, der den deutschen Polizeiposten leitete. Da Max Teinert nach Ukamas gereist war, bat Lieutenant-Colonel Maritz Feldwebel Samel, eine telefonische Verbindung zu Max Teinert herzustellen. Das wurde gemacht und Lieutenant-Colonel Maritz berichtete Max Teinert, was er Pieter de Wet in Kakamas erzählt hatte und kehrte dann über den Fluss zurück. Pieter de Wet und Max Teinert reisten nach Windhuk zurück, und Pieter de Wet informierte den Gouverneur und den Kom-mandeur der Schutztruppe über das Treffen mit Lieutenant-Colonel Maritz.
 
Andries de Wet war nach Beendigung des Burenkrieges von Südafrika in die deutsche Kolonie gezogen, weil er nicht bereit war, den Treueid auf Großbritannien zu schwören. Er hatte geheiratet und sich im deutschen Schutzgebiet in Grootfontein niedergelassen. Er wurde einer der bekanntesten Burenführer in der deutschen Kolonie. Bei Kriegsausbruch 1914 und dem Beginn der Rebellion in der Union von Südafrika sah Andries de Wet für sich selbst und die burischen Einwohner in der deutschen Kolonie die Möglichkeit, sich mit der Rebellion, die in Südafrika ausgebrochen war, zu verbünden.